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Neutralisation

Unter Neutralisation wird die Umwandlung von zumeist sauer reagierenden Stoffen in einen neutralen Zustand wie z.B. Wasser verstanden. Dazu kommen entsprechend chemisch reagierende Substanzen zum Einsatz. In der Heiztechnik betrifft die Neutralisation insbesondere das bei dem Betrieb von Brennwertkesseln anfallende Kondenswasser.

Notwendigkeit der Neutralisation

Zulässigkeit der Einleitung von Kondenswassers nach der Kesselleistung
   

Kondenswasser aus Brennwertkesseln wirkt aufgrund der sauren Beschaffenheit korrosionsfördernd. Deshalb sind bei der Ableitung von Kondenswasser zum Schutz der Abwasseranlagen grundsätzlich die örtlichen Bestimmungen der kommunalen Abwasserbehörden zu achten. Diese richten sich oft nach dem Arbeitsblatt ATV -A251, das im Wesentlichen die Zulässigkeit der Einleitung des Kondenswassers mit und ohne Neutralisationseinrichtung nach der Kesselleistung differenziert.

Neutralisationseinrichtungen

  Aufbau einer typischen Neutralisationseinrichtung

Ist eine Neutralisation von saurem Kondenswasser aus Brennwertkesseln erforderlich, sind die entsprechende Einrichtungen grundsätzlich zwischen dem Kondenswasseraustritt des Brennwertkessels und dem Anschluss an das öffentliche Abwassernetz einzubauen. Diese sind mit entsprechenden Neutralisationsmitteln ausgestattet und werden für kleinere Kondenswassermengen üblicherweise nach dem Durchlaufprinzip ausgeführt.

Neutralisationsmittel

In kleineren Neutralisationseinrichtungen sind Granulate die zur Zeit wohl gebräuchlichsten Neutralisationsmittel. Sie bestehen für gewöhnlich aus natürlichen Substanzen. Ein gängiges Neutralisationsmittel ist z.B. eine Granulatmischung aus Magnesiumoxid und -hydroxid, dass u.a. auch bei der Mörtelbereitung in der Bauindustrie Verwendung findet. Das Material verbindet sich mit der im Kondenswasser maßgeblich enthaltenen Kohlensäure.

Quelle: Buderus

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